Letzte Woche in einem wunderschönen Land

Nach gut 10 Monaten herumreisen, geniessen wir heute unseren letzten Tag in Sri Lanka. Das Wetter hat es gut gemeint und wir können so nochmals viel Sonne und Wärme tanken. :-) In der letzten Woche haben wir viel erlebt. Diese tropische Insel ist wirklich wunderschön und so grün, unglaublich!

Menschenleerer Strand...
Menschenleerer Strand…

Erst in der zweiten Woche von Sri Lanka haben wir das erste Mal den Bus benutzt. Uns war schon vorher aufgefallen, dass die Busse hier eher zügig fahren. Schon beim Einsteigen wurde uns klar, dass es gleich los ging und wir uns besser schnell an etwas festhalten mussten, bevor wir unser Gepäck verstauen konnten. Mit lokaler Musik im Hintergrund fuhren wir  mit Vollgas durch die Gegend. Irre wie man sich festhalten musste, denn der Fahrer begann jeweils bei der Bushaltestelle erst wenige Meter vorher mit dem Bremsen. Eigentlich noch harmlos, denn während der Fahrt war der Bus mehr oder weniger ständig auf der Überholspur. Unsere Beobachtungen haben ergeben, dass es hier folgende beiden Verkehrsregeln geben muss: Der Bus muss stets schneller als alle anderen Verkehrsteilnehmer fahren und der Bus hat auf jeder Spur Vortritt (auch Gegenspur). Trotzdem war die abenteuerliche Busfahrt ein Erlebnis wert und es ging auch sehr schnell für wenig Geld. :-) Doch die Busse hier sind wohl kaum das sicherste Verkehrsmittel.

Unser paradiesisches Abschlusshotel  :-)
Unser paradiesisches Abschlusshotel :-)

In einer kleinen Bucht fanden wir einen super schönen Strand, wo es aussah wie im Paradies. Im Hiriketiya Bay konnte man schnorcheln, baden, oder einen leckeren Fruit Juice am Strand geniessen. Am linken Ufer der Bucht hatte es zudem ein kleines Riff, wo eine Welle schön gleichmässig nach links brach und so optimal für ein paar coole Surfsessions war. :-)

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Hiriketiya Bay

Die Natur in Sri Lanka ist traumhaft. Gerade heute morgen haben wir bei einem Spaziergang zwei riesige Warane und Affen gesehen. Wir haben ausserdem in dieser Woche eine Safari im Yala Nationalpark gemacht. Wir hatten viel Glück und konnten 2 Leoparde beobachten. Aber auch die wilden Elefanten, die Affen, die Hirsche, Wildschweine, Vögel und andere Tiere waren sehr beeindruckend! Nebst diesen Tieren auf dem Land konnten wir bei einer Whale Watching Tour Wale sehen – unter anderem Blauwale, die grössten Tiere der Welt, die bis zu 28 m lang sind!

Die zwei Wochen Sri Lanka haben uns sehr gefallen. Es ist ein sehr schönes tropisches Land, das noch überhaupt nicht von Touristen überlaufen ist. Die Menschen hier sind so unglaublich freundlich, also wir können dieses Land nur empfehlen!

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Sonnenuntergang in Mirissa

Surf’n’chill in Sri Lanka

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Ganz spontan haben wir in Weligama im Süden von Sri Lanka ein hübsches Surfcamp aufgesucht und sie hatten zum Glück Platz für uns. Die Unterkunft liegt direkt am Meer, wo sehr schöne Wellen und tropisch warmes Wasser zum Surfen verlocken. Nebst diesem schönen langen Strand hat es noch andere coole Wellen an Riffen, die ein bisschen mehr Power haben. :-) Unvergesslich sind auch die täglichen Sonnenuntergänge, die über dem Meer sind und die Bucht von Weligama traumhaft aussehen lassen.

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Unser Home-Spot :-)

Die Atmosphäre hier ist so entspannt und auch die Menschen in Sri Lanka sind sehr gelassen und äusserst freundlich. Sie haben zudem eine super Küche, wenn auch ziemlich scharf und würzig. Ganz gut sind zum Beispiel die Rotis oder das Curry. Wir geniessen die Stimmung hier sehr und freuen uns auch auf die 2. Woche, in der wir noch ein bisschen herumreisen werden. Danach geht es wieder zurück in die schöne Schweiz. :-) Wir freuen uns euch alle bald wieder zu sehen!

Surfboardständer und ein typisches Tuk Tuk von Sri Lanka
Surfboardständer und ein typisches Tuk Tuk von Sri Lanka

Klettern und Kite-Surfen in Südthailand

Zurück in Thailand haben wir uns diesmal die den Südwesten ausgesucht. Auch in dieser Gegend ist das Essen köstlich und natürlich sehr spicy. :-) So ein Thai-Curry oder ein Pad Thai sind wirklich spitze! Nicht vergessen darf man die guten Thai-Massagen: Entspannung pur für einen guten Preis.

Raylay Beach
Raylay Beach

Unser erstes Ziel war Raylay Beach in der Nähe von Krabi, wo sich zwischen Felstürmen ein schönes Ferienparadies mit wunderschönen Stränden befindet. Ziemlich touristisch, aber die Gegend mit den steilen und beeindruckenden Felswänden neben Stränden und Palmen sind unglaublich schön. Die Felswände sind wirklich eine wahre Pracht mit vielen Tropfsteinen und kleinen Höhlen. Mit einem Kajak konnten wir die Felsen und Inselchen auch vom Wasser aus bestaunen. Jeder Kletterer sieht hier auch einige super schöne Routen, die ganz schön überhängend sein können. :-) Mit einem lustigen thailändischen Kletterer haben wir an zwei Morgen einige knifflige Routen geklettert und viel Spass gehabt!

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Janine on the rock
Sergio am klettern
Sergio am klettern

Per Boot gings dann weiter auf die bekannte Phuket-Insel. In dieser Jahreszeit weht hier ein guter Wind weht, um zu kitesurfen und vor allem gibt es hier auch einige Schulen, die Kurse anbieten. In einer schönen und grossen Bucht haben wir es gewagt, unsere ersten Schwünge mit dem Drachen zu fliegen – vorerst ohne Brett. Doch schon das Lenken des Drachens macht sehr viel Spass und man bekommt schon einmal ein Gefühl, welche Kraft da drin ist. Schwieriger wurde es in Kombination mit dem Board, denn nun mussten wir uns auf den Drachen und das “Fahren” konzentrieren. Zum Glück ist es auf einer grossen Fläche in der Bucht ganz seicht, also perfekt für uns Anfänger! Zudem hat uns unser ukrainischer Kite-Guide sehr gut gecoached und wir konnten deshalb schon am zweiten Tag super Erfolgserlebnisse geniessen: so richtig quer zum Wind fahren! Heute gings noch viel stabiler und weiter. Wenn man mal fährt, scheint es gar nicht mehr so schwierig zu sein! :-)

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Kitesurf bei Rawai Beach
Nai Harn Beach
Nai Harn Beach

Kambodscha

Über den Fluss Mekong sind wir von Vietnam nach Kambodscha eingereist. Das war das erste Mal, dass wir am Fluss unser Visum lösen mussten, irgendwie recht speziell. Den Fluss aufwärts fahrend genossen wir den Fahrtwind in der Nachmittagshitze. Schon von Weitem konnten wir die erstaunlich grossen Gebäude unseres Ziels sehen – die Hauptstadt Phnom Penh.

Wat Phnom Penh - der Ursprung der Hauptstadt
Wat Phnom Penh – der Ursprung der Hauptstadt

Die Hauptstadt haben wir moderner als erwartet angetroffen. Einige schöne buddhistische Bauten, die stark von der Farbe dunkelrot geprägt sind und einen kambodschanischen Stil haben. Doch man sieht leider in diesem armen Land auch ganz viele bettelnde Kinder, die manchmal noch spät abends unterwegs sind und ganz müde nach einigen Cents fragen. Ausserdem waren wir auch beim lokalen Markt, der schon sehr eng war und nach Verschiedenstem roch. Fleisch, lebende Fische und Frösche, Schlangen, Gemüse, Kleider und was auch immer möglich, querdurch. Die Gänge waren richtig eng – schwer zum Durchkommen zu Fuss – trotzdem schafften es Mopeds mitten drin durchzufahren. :-)

Pagode (Gedenkstätte) mit tausenden von Schädeln der Opfer, Killing Fields
Pagode (Gedenkstätte) mit tausenden von Schädeln der Opfer, Killing Fields

Wir haben die Kambodschaner als sehr freundliches Volk erlebt. Sie sind viel weniger aufdringlich als die Vietnamesen und oft sehr herzlich. Leider hatten es auch sie sehr schwer in der Vergangenheit. Ein Muss für Touristen ist das Foltergefängnis der Roten Khmer, das heute ein Museum ist. In der Zeit von 1975 -1978 wurden ca. 2 Millionen Menschen (1/4 von Kambodscha) ermordet, nachdem sie in diesem Foltergefängnis ausgefragt wurden – unter höchster Geheimhaltung und die Ausgefragten waren vor allem Intellektuelle. Ziel war ein kompletter Agrarkommunismus, aus den Städten vertriebene Menschen wurden zur Zwangsarbeit auf Feldern gebracht. Nachdem Intellektuelle und andere Verdächtige im Foltergefängnis ihre Zeit abgesessen hatten, wurden sie mit Lastwagen zu den Killing Fields gebracht, wo die Gefangenen systematisch brutal ermordet und in Massengräbern begraben wurden. Und man glaubts fast nicht, aber es wurden pingelige Listen geführt, damit auch ja jeder ermordet wurde und so die Geheimhaltung sichergestellt war. Diese tragische Geschichte wurde im einem sehr gut gemachten Audio-Guide erklärt, der uns durch den Park führte und an stillen Ecken zum Nachdenken brachte. An verschiedenen Stellen ragten immer noch Stofffetzen oder Knochen aus dem Boden. Traurig, zu was Menschen fähig sind. Wirklich nachdenklich macht es, dass Pol Pot – der Führer der roten Khmer – nach dem Genozid eine Exilregierung mit anderen aufbaute und die von den Vereinigten Nationen anerkannt wurde. Erst 1 Jahr vor seinem Tod, 1998, wurde ihm eine lebenslängliche Strafe verhängt.

Angkor Wat bei Sonnenaufgang
Angkor Wat bei Sonnenaufgang

Mit dem Bus gings weg von der Hauptstadt nach Siem Reap. Durch die riesigen Ebenen voll mit Reisfeldern und Häusern auf Stelzen stolperte unser Bus über die Landesstrasse mit dem Namen Highway 6. Bei Siem Reap befindet sich ein Gebiet, wo im 12./13. Jahrhundert riesige Tempel von den damaligen Herrschern gebaut wurden. Einer davon war Ankor Wat, der am bekanntesten ist und wir bei Sonnenaufgang bestaunen konnten. Einfach riesig, und auch die Abstände zwischen den Tempeln waren zu weit, um zu Fuss zu gehen, also wurden wir 2 Tage mit dem Tuktuk rumchauffiert. Zwischen den Tempeln war viel Wald und aus noch nicht 100% geklärten Gründen wurde die “Tempel-Stadt” vollständig verlassen. Somit hatte der Wald 400 Jahre Zeit, um darüber zu wachsen. Ganz extrem sah man das beim Tempel, wo auch der bekannte Film “Tomb Raider” gedreht wurde. Einige riesige Bäume umschlingen mit ihren Wurzeln Tempelteile oder Mauern. Diese verschiedenen Tempelanlagen sind sehr vielseitig und imposant.

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Der Süden Vietnams

Biiiieeep, biiiieeeep, ja so hört es sich sowohl im Norden als auch im Süden an. Es ist scheinbar eines der wichtigsten Signale im vietnamesischen Verkehr, wie in den meisten südostasiatischen Ländern. Doch hier bleibt man ganz schön lange auf der Hupe, so dass auch die aufmerksam werden, die in aller Ruhe blindlings in eine stark befahrene Strasse einbiegen. Oder ein Moped-Fahrer, der hinter dem Rücken so viele Kisten geladen hat, dass seine Rückspiegel relativ nutzlos sind. Interessant ist auch, wie viele Waren per Moped transportiert werden. Da sich ein Grossteil der Vietnamesen kein Auto leisten können, werden dementsprechend viele Sachen per Moped befördert – unglaublich, was die laden können.

Mui Ne
Mui Ne

Im Süden ist es einiges heisser und deshalb haben wir uns zuerst für einige Strandtage entschieden. Mui Ne war ideal für einen gemütlichen Stopp. Der lange Strand und das schöne warme Wetter überzeugte uns sehr. Der Ort ist eigentlich sehr touristisch und viele Russen geniessen dort ihre Ferien in den Resorts (alles ist auch in russischer Sprache angeschrieben!). Doch es war wohl nicht Hochsaison und deshalb sehr angenehm. An einem Tag besichtigten wir ausserdem zwei grosse Dünen und düsten mit einem Scooter durch die schöne Küstenlandschaft.

Düne bei Mui Ne
Düne bei Mui Ne
Höchster Tower von Ho Chi Minh City (270m)
Höchster Tower von Ho Chi Minh City (270m)

Weiter gings in die grösste und modernste Stadt Vietnams – Ho Chi Minh City, auch als Saigon bekannt. Diese lebhafte Stadt hat einen französischen Touch und wie Paris auch eine Notre Dame. Im grossen Kriegsmuseum wird auf drei Etagen die Zeit vom 2. Weltkrieg bis zum Ende des Vietnamkrieges hauptsächlich mit Bildern dargestellt. Die Bilder gingen echt unter die Haut. Das Land hat eine sehr harte Zeit hinter sich und die USA spielte in diesem traurigen Kapitel keine sonderlich gute Rolle. Sehr schön war hingegen die tolle Aussicht vom 52. Stockwerk des höchsten Towers der Stadt, wo auch die Helikopter-Landeplattform an der Seite des Wolkenkratzers hinausragte.

Floating Market bei Can Tho
Floating Market bei Can Tho

Als Abschluss von Vietnam besuchten wir das immens grosse Mekongdelta. Der grosse Fluss Mekong teilt sich da in viele immer noch riesige Flüsse und das gesamte Delta misst eine Breite von bis zu 100 km. In dieser Gegend wird am meisten Reis in Vietnam geerntet. Zudem ist der Fluss ein wichtiger Transportweg für grosse Frachtschiffe, die von Vietnam aus bis weit ins Landesinnere fahren können. Bekannt im Delta sind auch die Floating Markets, wo am frühen Morgen viele kleine Boote auf dem Fluss ihre Waren verkaufen. An unserem Boot haben sich schnell verschiedene Verkäufer angedockt. Eine speziell geschälte Ananas war sehr lecker! Ausserdem konnten wir an einem Ort auch sehen, wie sie Reisnudeln herstellen und dies selber ausprobieren. Ein letztes Pho Bo – eine vietnamesische Suppe mit Nudeln und Rindfleisch – und vegetarische Frühlingsrollen rundeten unseren Aufenthalt in Vietnam genüsslich ab.

Pagoda am Hügel bei Chau Doc
Pagoda am Hügel bei Chau Doc

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UNESCO’s in Vietnam

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Tempeleingang in Hoi An

In Vietnam gibt es beeindruckend viele Sachen, die in UNESCO’s Listen erscheinen. In den letzten Tagen haben wir gleich 3 davon besuchen können: Phong Nha Nationalpark und die beiden Städte Hue und Hoi An.

Paradise Cave
Paradise Cave

Mit einem erstaunlich komfortablen Nachtzug haben wir den Phong Nha Nationalpark erreicht. Mit 2 Kanadiern haben wir gleich die Umgebung in der schönen grünen Gebirgslandschaft mit dem Scooter erkundet. Das Ziel war zwei der vielen grossen Höhlen. Die erste, die Dark Cave, war eine Abenteuerhöhle, bei der wir am Ende in einem 1m tiefen Schlamm standen. Es war so lustig, man konnte sich hinlegen und es war als würde man schweben – ganz speziell. Die zweite Höhle hingegen, die Paradise Cave, war riesengross und wir konnten zudem bis 1 km auf den gut ausgebauten Podestwegen hineingehen. Sie war echt riesig, teilweise bis gut 40 m hoch. Die schönen langen Stalagmiten und -titen waren ausserdem wunderbar beleuchtet.

Grab eines Herrschers
Grab eines Herrschers

Die Stadt Hue ist sehr bekannt für ihre Zitadelle. Das ist eine sehr grosszügige quadratische Zone, auf der früher die Herrscher der damaligen Dynastien gelebt haben. Die prunkvollen Gebäude sind sehr spannend. Interessant ist auch, dass diese Herrscher nie amgeschaut werden durften, damit man ihn nie erkennen kann. Ausserdem haben wir eines der Gräber der Herrscher besucht und es war gigantisch gross. Die waren wohl richtig wichtig, dass sie so viel investiert haben.

Hoi An
Hoi An

Weiter südlich besuchten wir die bekannte Schneiderstadt Hoi An. Sie hat viele kleine Gassen, Strassenmärkte, Restaurants, Tempel und viel Charme – ideal zum einfach rumspazieren und entdecken. Nachdem sich unsere Reisekollegen überredet wurden, massgeschneiderte Kleider anfertigen zu lassen, konnten wir es auch nicht lassen – für den Preis konnten wir nicht nein sagen. Ausserdem ist das Meer nicht weit entfernt und bietet einen schönen langen Strand. Und das Wasser ist ganz schön warm… :-)

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Im Land des Ho Chi Minh

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Hanoi

Im Norden von Vietnam liegt Hanoi, wo wir unseren ersten Stopp in diesem Land gemacht haben. Die Stadt ist sehr lebendig und der Stadtkern nicht zu gross, so dass wir gut zu Fuss herumspazieren konnten. Obwohl man erwähnen muss, dass der Verkehr in den oft engen Strassen nicht ganz ungefährlich ist. Es fahren so viele Mopeds rum und Gehsteige gibts wenige. Vielmehr gehen die vielen Läden bis in die Strasse rein und drängen die Fussgänger so in den Strassenverkehr. Sehr speziell ist auch das Überqueren einer breiteren Strasse, denn man muss sich so richtig in den Verkehr integrieren beim Rüberlaufen, aber funktioniert. :-)

Ho Chi Minh Mausoleum
Ho Chi Minh Mausoleum

Nach einer guten vietnamesischen Nudelsuppe haben wir uns natürlich auch das Mausoleum und Museum des Nationalhelden Ho Chi Minh angeschaut. Leider war sein einbalsamierter Körper nicht im Glaskasten, weil der jedes Jahr einen Ausflug nach Russland macht und dort aufgefrischt wird. Jedenfalls sieht man ihn immer wieder – auf Plakaten, Fotos oder als Statue. Zurecht, der kommunistische Vertreter war massgebend am Kampf um die Unabhängigkeit und an der Wiedervereinigung von Nord- und Südvietnam nach dem Vietnamkrieg beteiligt.

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Eine weitere schöne Erfahrung haben wir auf der grössten Insel der Halong-Bucht (UNESCO Weltnaturerbe) gemacht. Die Insel ist voller kleiner Hügel mit vielen steilen Felswänden (ideal zum Klettern ;-) ) und rundherum ragen hunderte Kalksteininselchen aus dem Wasser. Bei einer Bootstour fuhren wir durch die schmalen Meerengen an den steilen Klippen vorbei und hielten für eine kleine Kajaktour. Im Kajak wurde es noch viel spektakulärer, denn wir konnten durch kleine Durchgänge zwischen den Stalaktiten durchfahren und die wunderbaren Felsen von ganz nah betrachten. Das ist echt eine ganz tolle Landschaft dort. Eine dieser kleinen Inselchen – Monkey Island – bestiegen wir und hatten von oben ein wunderbares Panorama. Auf Cat Ba selber gab es ausserdem vier wunderschöne Strände und das Wasser ist ganz ganz warm. :-)

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Sabaidee

Strasse in Vientiane
Strasse in Vientiane

Wir haben die Menschen in Laos als sehr gastfreundlich und liebenswürdig erlebt. Beim Reisen haben wir uns auch mit den Hintergründen dieses Landes auseinander gesetzt. Man ist schon fast sprachlos, wenn man von der harten Vergangenheit während den Kriegen hört. In der Zeit des Vietnamkrieges wurde Laos als eigentlich nicht am Krieg beteiligtes Land so bombardiert, wie es noch nie vorgekommen ist. Neun Jahre lang wurden alle acht Minuten ein Flugzeug voll Streubomben von den Amerikanern abgeworfen – 30% davon sind nicht explodiert und sind noch heute lebensgefährliche Blindgänger auf einer riesigen Fläche. Tief unter die Haut ging es beim Besuch der Ausstellung von der Organisation COPE in Vientiane, die unter anderem für Opfer von Blindgängern Prothesen herstellen. Trotz diesen traurigen Tatsachen freut es uns, dass wir hier viele fröhliche Menschen angetroffen haben. So gemütlich, wie sie sind, haben sie wohl das Wort Stress noch nicht in das laotische Vokabular integriert. :-) Ach ja, Sabaidee bedeutet hallo.

Markt in Vientiane mit dem Mekong im Hintergrund
Markt in Vientiane mit dem Mekong im Hintergrund

In Vientiane, der Hauptstadt von Laos, sind wir ausserdem genau in der Zeit gewesen, als ein siebentägiges Fest stattfand, bei dem das Ende der Regenzeit gefeiert wurde. Am Ende veranstalteten sie ein Kanurennen mit sehr langen schönen Kanus auf dem Mekong. Es gab einen riesigen Strassenmarkt in der Stadt, der unglaublich laut war, weil an vielen Ständen Musik lief oder die Menschen ihre Produkte über das Mik promoteten – sowas haben wir echt noch nie gesehen und gehört.

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Ein weiteres Highlight in Laos war für uns der dreitägige Besuch im Elephant Conservation Center. Es war sehr spannend mehr über die Situation der Elefanten im ehemaligen “Land der Elefanten”, in Laos, zu erfahren. Das Verhältnis von zwei Geburten von Elefanten auf zehn Todesfälle zeigt deutlich, dass der asiatische Elefant stark gefährdet ist. Das Conservation Center setzt sich für die artgerechte Haltung von Elefanten in Gefangenschaft ein und versucht ältere Tiere zu erwerben, damit sie ihren “Ruhestand” im Camp geniessen können. Ebenfalls unterstützen sie die Mahouts (Elefantenbetreuer) finanziell und medizinisch, wenn ihr Elefant trächtig ist. Da ein Elefant fast zwei Jahre trächtig ist und somit während dieser Zeit nicht arbeiten kann, bedeutet dies grosse finanzielle Verluste für einen Mahout und seine Familie. Das Elephant Conservation Center liegt idyllisch an einem kleinen See, umgeben von dichtem Dschungel. Während unserer Zeit im Camp konnten wir mehrmals das tägliche Bad der Elefanten im See miterleben, die Elefanten füttern, das Training beobachten und die Babies besuchen. Wir haben es sehr genossen diesen ängstlichen und sensiblen Riesen so nah zu kommen.

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Höhle bei Vang Vieng
Höhle bei Vang Vieng

Da das Dorf Vang Vieng vom Tourismus überrannt wurde, hat es seinen Charme komplett verloren. Dieses Touristendorf bietet viele Aktivitäten wie Ziplining, Kajakfahren an, doch die Hauptattraktion ist das Tubing auf dem Fluss. Mit einem Lastwagenreifen treibt man runter und bei verschiedenen Bars am Ufer stehen Jungs, die Seile zuwerfen. Möchte man mitfeiern, so kann man sich rausziehen lassen. Die Fahrt auf dem Fluss war aber sehr gemütlich. :-) Mit dem Roller fuhren wir aus dem Dorf raus, um die atemberaubenden Landschaften zu geniessen. In dieser Gegend liegen steile Gebirge mit riesigen Felswänden, was sehr eindrucksvoll aussieht. Ausserdem gibt es hier viele Höhlen, von denen wir zwei besichtigt haben. Zu Kriegszeiten haben sich Menschen in bestimmten dieser Höhlen versteckt. Nebst dieser interessanten Tatsache konnten wir darin sehr schöne Felsformationen und Stalaktiten / Stalagmiten sehen.

Bei Vang Vieng
Bei Vang Vieng

Zu Besuch bei laotischen Bergvölkern

Bereits bei der Überquerung der Friendship Bridge von Thailand nach Laos fiel uns der grosse Unterschied zwischen den beiden Ländern auf. Die ärmeren Verhältnisse erkannte man unschwer an den Strassenzuständen und den einfachen Behausungen. Doch die Laoten sind ein sehr freundliches und gemütliches Volk, das in einem schönen Land mit so viel Wald lebt.

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Per Schiff sind wir von der thailändischen Grenze auf dem grossen Mekong zwei Tage lang ins Landesinnere nach Luang Prabang gefahren. Durch die Kolonialzeit wurden die Laoten von den Franzosen stark beeinflusst und deshalb ist hier auch vieles auf französisch angeschrieben. Die Stadt ist sehr touristisch, doch hat sie mit den buddhistischen Tempeln, den Strassenmärkten und den unzähligen Cafés mit französischen Croissants viel Charme. Einen schönen Ausflug machten wir zu den Wasserfällen im Süden von Luang Prabang. Mit dem Scooter fuhren wir durch die unheimlich schönen Landschaften und hatten praktisch keinen Verkehr. Nebst den super schönen Wasserfällen war auch der Weg dort hin wunderbar.

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Das Highlight von Laos erlebten wir weiter nördlich, wo wir mit einem einheimischen Guide ein Trekking zu Dörfern in den Bergen machten. In der idyllischen Berglandschaft mit Wäldern soweit das Auge reicht durchquerten wir Wälder, Reisfelder und manchmal kleine Flüsse. Am Ziel angekommen waren wir in einem kleinen Dorf von einem Bergvolk, das in Bambushäusern auf Stelzen wohnte. Einige Kinder setzten sich um uns hin und waren so neugierig bis sie irgendwann einige Lieder miteinander sangen. Eine sehr freundliche Familie zeigte uns, wie sie in diesem Selbstversorgerdorf Körbe aus Bambus flechten und wie sie auf ihren selbst gebauten Webstühlen Tücher weben. Wir durften natürlich auch ans Handwerk und mal ausprobieren. Ganz schön war das Abendessen in ihrem Wohnzimmer, wo sie uns unter anderem eine Ente zubereiteten und in vielen kleinen Schalen Zutaten auf den Tisch hatten, die wir mit so einem Sticky Rice (klebriger Reis, den man so richtig kneten kann) essen konnten. Ach ja, eine Zutat war auch das Blut der Ente, in einer Schale roh und scharf gewürzt und in der anderen gekocht. :-) War gar nicht so schlecht. Mit ihrem Hausschnaps stossten wir ein paar mal an und schliefen dann ganz tief in einer der Bambushütten. Unser 60-jähriger Guide, der sich viel Mühe gab, uns viel zu erklären, zeigte uns am zweiten Tag noch ein zweites Dörfchen, wo Menschen der Völkergruppe Hmong lebten. Wir konnten ausserdem an verschiedenen Stellen sehen, wie sie Reis ernteten. Durch dichten Dschungel und steile Pfade wanderten wir am zweiten Tag runter und fuhren mit einem Boot auf dem Nam Ou, einem weiteren grossen Fluss, zurück an unseren Ausgangspunkt. Die zwei Tage waren echt sehr interessant und eindrücklich.

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Der Norden von Thailand

Keine Schlaglöcher mehr in den Strassen und auch dem Gegenverkehr muss man hier nicht ständig ausweichen, einfach breite Strassen mit Linien, Signalen und gewissen Regeln – fast wie bei uns :-). Unseren nächsten Stopp nach der langen Zeit in Indonesien legten wir in Nordthailand ein, wo der allgemeine Standard vergleichsweise viel höher ist. In diesen schönen, grünen, subtropischen Landschaften herrschte ein sehr angenehmes Wetter und warme Temperaturen. Zwischendurch gab es mal ein wenig Regen, da wir uns am Ende der Regenzeit befanden, doch eine Abkühlung tat manchmal nicht schlecht. Und natürlich wie überall in Thailand: Buddhas, Buddhas, Buddhas :-)

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Speziell beim ersten Ort war die Dichte an Buddhas und Tempeln sehr gross. In Chiang Mai liegen einige wunderschöne Gebäude mit vielen goldigen Verzierungen und vielen Elefantenstatuen. Die sehr ruhige Innenstadt ist ausserdem ein perfekter Ort zum Spazieren oder Fahrradfahren. In einem der vielen herzigen und teilweise hippiemässigen Cafés ist ein frischer Fruchtshake genau das richtige, um während der heissen Mittagszeit eine kurze Pause zu nehmen. Zudem gibt es hier ganz hübsche Märkte auf den Strassen. Bei einem Ausflug ging es dann in die Berge, wo wir das erste Mal beim Elefantenreiten mitmachten – das war ganz schön hoch und wackelig! :-) Noch abenteuerlicher wurde es beim River Rafting, wo wir uns nicht nur auf die steilen, kleinen Wasserfälle konzentrieren mussten, sondern auch auf die herausstehenden Felsbrocken im Fluss, die das Boot gerne mal so drehten, dass wir rückwärts in eine Stromschnelle fuhren. :-)

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Noch weiter nördlich machten wir es uns in Chiang Rai in einem gemütlichen Guesthouse bequem. Von hier aus machten wir an zwei Tagen super schöne Touren mit dem Scooter. Einmal gings in die Berge, wo wir ein Dorf mit chinesischen Wurzeln besuchten. Ausserdem kamen wir bei den grössten thailändischen Teeplantagen vorbei, die wunderbar in die schönen Hügellandschaften eingebettet waren. Am zweiten Tag besuchten wir den berühmten Tempel, der anders sonst ganz in weiss war. In Chiang Rai gab es jeden Abend einen grossen Abendmarkt mit vielen Ständen. Vor allem aber genossen wir die Reihe der Essensstände, wo zu günstigsten Preisen sehr gutes Essen aus verschiedenen asiatischen Ländern zubereitet wurde.

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